2-Zylinder – ist auch er heute in Motorrädern zu finden?

Der V2 gehört wie der Einzylinder zu den ältesten Antriebsarten des Motorrades.

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Der 2-Zylinder kommt heute mit unterschiedlichen Zylinderwinkeln zum Einsatz: 45 Grad (Harley), 48 Grad (Yamaha MT-01), 50 Grad (Victory), 52 Grad (Honda), 54 Grad (Suzuki Intruder 1800), 55 Grad (Kawasaki VN), 60 Grad (Aprilia RSV Mille, Yamaha XVS), 75 Grad (KTM), 90 Grad (Ducati).

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Man unterscheidet zwischen echtem V-Motor, bei dem beide Pleuel auf einem gemeinsamen Hubzapfen laufen, und unechtem V-Motor mit zwei getrennten versetzten Hubzapfen.

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V2-Aggregate gehören zu den vielseitigsten Motorentypen, die je nach Zylinderwinkel und Hubraum in unterschiedlichsten Motorrädern eingebaut werden: Chopper, Cruiser, Reiseenduros, Allrounder, Supersportler etc.

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Ebenso vielseitig ist ihre technische Variabilität: Nockenwelle oben oder unten liegend, eine oder zwei Nockenwellen, zwei, drei oder vier Ventile, Luft- oder Flüssigkeitskühlung. (Bericht von Tourenfahrer.de)

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Vorteile:                                                                                                                                           Nachteile:

  • geringe Baubreite
  • hoher Fertigungsaufwand
  • wenig Baulänge (außer 90°)
  • da viele Teile doppelt benötigt werden
  • auch mit kleinem Hubraum recht drehmomentstark.
  • starke Vibrationen (außer bei 90°, hier guter Masseausgleich)
  • bei Luftkühlung hohe thermische Belastung des hinteren Zylinders
  • die mit technischen Mitteln ausgeglichen werden muss.

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Der V2-Zylinder ist heute in sehr vielen Motorrädern verbaut. Ob man jedoch 2,3 oder 4 Zylinder bevorzugt, hängt vom jeweiligen Geschmack ab.

 

Autor: Markus Liebenberger (siehe auch Bericht 1-Zylinder)